Verfasst von: Toni | 2. April 2012

KaffeeSatz im April

….da war ja noch was! Unser April-Plan!

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Verfasst von: Toni | 26. Februar 2012

KaffeeSatz im März

Wir laden recht herzlich im März ins Café ein!

Monatsplan März

Verfasst von: Toni | 2. Februar 2012

KaffeeSatz im Februar

Verfasst von: Toni | 8. Dezember 2011

Wir machen auf!

KaffeeSatz öffnet endlich seine Türen! Am Samstag ab 14Uhr schießen wir aus allen Rohren: Es gibt Lesungen, Musik, Kneipenspiele, Bücher über Bücher, tolle Menschen, kühles Bier, heißer Glühwein, Kuchen, Stollen und ein Harmonium, das gern gespielt werden darf!

Also: Bis Samstag! 14 Ihr bis Open End in der Zietenstraße 40. Eurem neuen Wohnzimmer.

Verfasst von: Toni | 18. Oktober 2011

Sonnenberg schreibt: Die Siegertexte

Erschienen im aktuellen „Sonnenberger“ geben sie m.E. ein wirklichkeitsgetreues Bild des Viertels wieder. Es stimmt einfach nicht, dass sich die Anwohner des Viertels hier rundum wohlfühlen und die ganzen Missstände nur ein Wahrnehmungs- oder Imageproblem sind, das man mit ein bisschen Propagandasalbe übertünchen kann. Die Jungen und Mädchen des Wettbewerbs zeichnen nicht unbedingt ein trostloses Bild, das zu behaupten wäre übertrieben, aber sie sehen ganz deutlich die Probleme und ich weiß nicht, wie es Euch beim Lesen geht: Ich finde, das ist alles machbar, auch ohne kleine Helfer-„Fussel“. Viel Freude beim Lesen!

Vielen Dank den Autoren Katy Nguyen, David Chamakri, René Hofmann und Isabel Bannasch. Und natürlich den Helfern Mandy Knospe (schönes Design!), Frank Weißbach (schöne Formulierungen!), Detlef Apolinarksi (gute Werbung!), der Jury (gute Auswahl!), den Lehrerinnen und Lehrern der Sonnenberg-Schulen, Frau Wollny vom Jugendamt und – natürlich! -, der unermüdlichen Katharina Weyandt, die die ganze Veröffentlichung in die Wege geleitet hat.

Zum Vergrößern klicken!

Verfasst von: Toni | 14. September 2011

Kaffeesatz

Lange habe ich mich gedrückt, jetzt wird’s aber mal Zeit, über mein neuestes und liebstes Baby zu schreiben: das Lesecafé.

Kaffeesatz.

Die Idee ist natürlich erstmal völlig bekloppt. 17 Leute, ohne Erfahrung, ohne Kohle und mit mäßigem handwerklichen Talent gründen einen Verein und machen eine Kneipe auf. Dazu in der Zietenstraße. Laut, dreckig, menschenleer. Jeder, der es bisher hier versucht hat, ist damit grandios gescheitert. Völlig bekloppt.

Und doch bin ich voller Hoffnung, dass das trotzdem was wird.

Da ist zuerst unsere großartige Gruppe, die so wunderbar zusammengewürfelt und verschieden ist, so viele Talente (außer dem Handwerken) besitzt und so fest an das Projekt glaubt. Bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen sind alle, die beim ersten Treffen im Winter dabei waren, bis heute dabei geblieben. Wir allein können den Laden schon füllen (was aber natürlich nicht Sinn und Zweck des Unterfangens ist). Letztes Wochenende hatten wir anlässlich des „Straßentheaterfests Sonnenberg“ das erste Mal richtig auf und keiner von uns hat seine Tätigkeit an dem Tag als Arbeit empfunden. Dafür hat es zu viel Spaß gemacht, den Raum einmal lebendig zu sehen.

     

(alle Fotos von Sebastian Nikolitsch)

Dann ist da der Raum, der unheimlich viel Potential hat. Er ist zwar gerade noch in einem miserablen Zustand, aber am Samstag hat man einen Eindruck bekommen, was er mal sein kann, wenn die ganzen Bücherregale stehen, ein ordentlicher Holzboden verlegt ist und die neue Theke steht. Das wird eine richtig gemütliche Wohnzimmerkneipe, und gerade so groß, dass 30 Leute reinpassen. Selbst in kleineren Gruppen wird man sich darin nicht verloren vorkommen. Ein dickes Pfand in dieser Gegend! Die Probesitzer können bestätigen, dass unsere Holzmöbel und Polster jedenfalls schon richtig bequem sind und ein uriges Gefühl schaffen.

Da wäre noch unser Konzept, das es so in Chemnitz noch nicht gibt. Details werde ich an dieser Stelle natürlich nicht ausplaudern, aber viele unserer Mitglieder wollen sich in den Räumlichkeiten kulturell engagieren und für die Stadt neue Angebote schaffen. Ich zum Beispiel plane das Projekt „Zeitzeugen“, in dem ich Chemnitzerinnen und Chemnitzer einlade, ihre Eindrücke und Erfahrungen zu großen wie kleinen Ereignissen der Chemnitzer Geschichte zu erzählen, um so einen ganz neuen Eindruck zu vermeintlich schon abgegrasten Themen zu bekommen und natürlich eine ganze Menge Neues zu lernen. Dazu gibt’s viel rund ums Buch, ein bisschen Musik, Theater, Spieleabende ganz neu gedacht und Kreatives aller Art (wer sich hier vielleicht gerade angesprochen fühlt und mitmachen will: gerne!).

Und schlußendlich finden die Idee wohl noch andere Leute toll, denn viele unterstützen uns selbstlos. Der Stadtteilrat gibt uns für den Ausbau ein paar EFRE-Mittel, Bekannte spenden Bücher, Möbel und Kunstwerke, Gutachter arbeiten günstiger, der Vermieter kommt uns bei der Miete stark entgegen und gibt hier und da auch noch ein paar Mittel. Wir müssen dem jetzt bloß gerecht werden!

Selbstredend ist nicht alles Gold, was glänzt. Beziehungsweise glänzt noch nicht viel im Lokal. Es geht viel schleppender voran, als ich mir das gedacht habe und was auch manchmal nervt (ich bin halt ungeduldig). Aber es ist ja so: Hat man Geld, kann man sich Zeit kaufen, hat man kein Geld, muss man sich Zeit nehmen. Wir sind vom Wohlwollen von Unterstützern abhängig und können nur bedingt Forderungen stellen. Manchmal bleibt uns nichts anderes übrig, als auf freie Termine zu warten und wenn es dann nicht klappt, genügend Vereinsmitglieder zu organisieren, die auch Zeit haben, dann zieht sich das eben. Aber es ist nicht so, dass uns das entmutigt, denn immerhin bekommen wir gute Arbeit für wenig Geld.

Eröffnungstermin sollte mal am 21. Oktober sein, aber das wird von Tag zu Tag unrealistischer. Diese Woche kommt noch die Decke rein, nächste Woche schließt hoffentlich (!) der Elektriker seine Arbeit ab. Noch ungeklärt ist die Bodenfrage. Das Material für Bücherregal, Bar und Bühne liegt zumindest schon bereit. Es ist also noch eine ganze Menge zu tun!

Wenn es gefällt, was ich hier so geschrieben habe, dann kommt doch einfach mal vorbei. Entweder als Gast ab 21. Oktober (…) oder als Unterstützer. Wir treffen uns immer dienstags 19 Uhr im zukünftigen Café in der Zietenstraße 40.

http://www.facebook.com/KaffeesatzChemnitz

Verfasst von: Toni | 4. September 2011

Sonnenberg schreibt – ein Zwischenfazit

Asche auf mein Haupt, ich habe lange nichts mehr zu meinem Schreibwettbewerb geschrieben. Nein, er ist nicht eingeschlafen, sondern wird nächstes Wochenende sogar seinen Höhepunkt erleben. Nachdem die Jury aus über 50 Beiträgen ihre Lieblinge ausgewählt hat, findet am 10. September anlässlich des „Straßentheaterfests“ auf der Körnerstraße um 15 Uhr die Siegerehrung statt, zu der auch einige Geschichten vorgelesen werden.

Mein persönliches Fazit fällt im Gesamten positiv aus. 52 Arbeiten sind eine ordentliche Zahl und mit gut 15 von ihnen kann man in Richtung Veröffentlichung weiterarbeiten. Darunter sind so tolle Arbeiten „Ein ungewöhnlicher Einbruch“ von Stefanie Bochmann (16 Jahre), in der das Thema „Hundekacke“ auf richtig originelle Art verarbeitet wird. Die Idee geht so: Einbrecher stehlen nachts aus der Markuskirche viele Wertsachen, hinterlassen aber überhaupt keine Spuren. Erst durch Zufall entdeckt die Polizei Fußspuren, die die Einbrecher hinterlassen haben, als sie auf den Stufen in einen Kothaufen getreten sind. So können die Cops die Bösewichte schließlich stellen. Fand ich klasse, weil Stefanie ein typisches Sonnenbergthema witzig gelöst hat.

Dazu habe ich tolle und engagierte Menschen kennengelernt, allen voran die Lehrerinnen der Pestalozzi-Förderschule, die sehr viele eigene Zeit in die Arbeiten gesteckt haben. Ein Lob geht auch an die Grundschule Sonnenberg, die Lessing-Grundschule und die Georg-Weerth-Mittelschule, die uns die Türen geöffnet und uns mit den Kindern haben arbeiten lassen. Hier wurden auch die Grundlagen gelegt für weitere Kooperationen im zukünftigen Rahmen vom Kaffeesatz-Lesecafé.

Jetzt geht es an die Veröffentlichung, für die einige Lehrerinnen und Lehrer schon ihre Zusage gegeben haben, die Arbeiten mit ihren Schülern noch einmal zu überarbeiten. Die Stadtteilmanagerin Elke Koch und Katharina Weyandt von nebenan haben schon ihre Unterstützung zugesagt. Seid gespannt auf die nächste Ausgabe vom „Sonnenberger“!

Drückt die Daumen, dass es Samstag nicht regnet und kommt zahlreich!

StadtHalten Chemnitz, die Jury und natürlich ich gratulieren den Gewinnern:

Kategorie 1: Grundschüler
1. Platz: Katy Nguyen: Die Stangennuss
2. Platz: Hannes Mauersberger: Der kleine Elefant Wuschel erkundet den Sonnenberg
3. Platz: Katy Nguyen: Rollentausch

Kategorie 2: Kinder 10-12 Jahre schildernd
1. Platz: David Chamakri: o.T.

Kategorie 3: Jugendliche 14-16 Jahre fiktiv
1. Platz: René Hofmann: Ungewöhnliche Freunde
geteilter 2. Platz: Jenny Pracht: Das schwarze Wesen
geteilter 2. Platz: Stefanie Bochmann: Ein ungewöhnlicher Einbruch

Kategorie 4: Jugendliche 14-16 Jahre schildernd
1. Platz: Isabell Bannasch: Das hässliche Entlein
2. Platz: Polat Birgül: Leben auf dem Sonnenberg
3. Platz: Fernandes Paulino: Sonnenberg schreibt

Herzlichen Glückwunsch!

Verfasst von: Toni | 4. September 2011

Startschuss für die neue Unibibliothek

Die neue Zentralbibliothek der Uni soll nun also tatsächlich in der Alten Aktienspinnerei einziehen. Löblich, löblich, möchte man meinen. Das Video bei „Sachsen Fernsehen“ stimmt mich dann aber doch nachdenklich. Ich höre nämlich beim Finanzminister nur das Wort „Aktienspinnerei“, von der OB auch nicht mehr als die altbekannte Floskel „Brühl“. Dat isn bissl wenig! Meine Befürchtung: Bleibt das Projekt bei der Bibliothek stehen?

Bekanntlich zielt der ursprüngliche Plan Albert Speer Jr. darauf ab, das ganze Quartier zu einem zentralen Innenstadtcampus umzugestalten. Und wie ich hier auch schon geschrieben habe, ist das auch ein richtig vernünftiger Gedanke. Die Krux: der funktioniert nur im Gesamtpaket. Nur die Bibliothek zu bauen macht niemanden glücklich. Die Studenten nicht (die Wege!), die CVAG nicht (die zusätzlichen Busse!), die Uni nicht (sinnlose Investition!) und vor allem: die Stadt nicht. Wegen einer schnöden Bibliothek wird sich kein einziger Student zusätzlich auf dem Brühl bewegen und kaum einer wird seine Wohnung ins Zentrum verlegen, nur weil um die Ecke eine Ausleihtheke steht. Die werden aus den überfüllten Bussen in die Bibliothek strömen, im 10-Minuten-Takt lange Schlangen an den Ausleihen bilden und wieder nach Haus an den Campus an der Reichenhainer Straße fahren.

Noch liegt das Projekt ja im Plan. Der Bau der Bibliothek als Stufe 1 war immer so vorgesehen. Ich wünsche mir jetzt ein klares Bekenntnis zur Philosophischen Fakultät, zur Wirtschaftsfakultät, zur neuen Mensa und zum neuen Campusforum. Dann besteht eine reelle Chance, dass der Wunsch nach studentischer Lebendigkeit im Zentrum wahr wird.

Puuh, zwei Tage im Stasi-Unterlagen-Archiv (heißt die Behörde jetzt eigentlich „Jahn-Behörde“?) liegen hinter mir. Zwei desillusionierende Tage, möchte ich betonen. Ich hatte vorher noch nie an solchen Akten gesessen, habe auch keinen“Stasi-Fall“ in meiner Familie oder im Freundeskreis. Ich besaß nur ein gewisses Grundwissen über die Staatsicherheit und natürlich bekommt man im Fernsehen etwas mit, wenn mal wieder ein prominenter Fall aufgedeckt wird. Ich ging also recht unvoreingenommen an die Akten heran.

Ich bin einfach nur enttäuscht. Ich verfolge in meiner Arbeit ja Debatten über die Architekturentwicklungen in den späten 50er Jahren und man entwickelt dabei ganz automatisch eine gewisse Sympathie für bestimmte Leute. Sei es, weil sie in entscheidenden Situationen den Mut fanden, etwas Neues, Kritisches zu sagen, einen besonders gelungenen Entwurf vorlegten oder weil sie gegen einen besonders mächtigen (aber dämlichen) Kollegen den Kürzeren zogen. Die Stasiakten vermitteln ein ganz anders Bild: Arschlöcher, die sich hinter ihrem Rücken bei der Stasi angeschwärzt haben. Und ich glaube nicht selten, um persönliche Vorteile daraus zu schlagen. Namen darf ich nicht nennen (glaube ich, es ist aber auch egal), aber es gab kaum jemanden, der „nein“ gesagt hat, wenn die freundlichen Herren des MfS an die Tür klopften und um Hilfe baten, den Klassenfeind im Büro zu bekämpfen. Man möchte auf ihre Gräber spucken.

Eine lustige Geschichte gab’s dann aber doch noch. Seit 1953 wurde zunächst zaghaft, dann ab 1955 offensiv die „Industrialisierung des Bauwesens“ gefordert. Im Ministerium für Aufbau kam dies aber so zögerlich an, dass man bei der Staatssicherheit vermutete, in der Führungsspitze einen westlichen Agenten sitzen zu haben, der das ganze bewusst torpediert. Nach drei Jahren intensiver Beobachtung, in denen man zahlreiche fragwürdige Kontakte zu Tage förderte und die frühere SS-Mitgliedschaft des Mannes bewies, musste man aber eingestehen, dass er einfach nur ein kompletter Idiot war, der von seinem Job keine Ahnung hatte. Er wurde dann von seinem Bürokratensessel entfernt und durfte eine ganze Stadt mit aufbauen (die, im Übrigen, während seiner Amtszeit keine besondere ästhetische Weiterentwicklung erfahren hat). Ein Hoch auf den Sozialismus!

Verfasst von: Toni | 8. Juni 2011

Only Sky’s the Limit…

Die Freie Presse ist gestern unserem Aufruf gefolgt und hat uns zur ersten Schreibwerkstatt in der Pestalozzischule besucht. Herausgekommen ist ein schöner langer Artikel. Und wenn daraus ein paar Beiträge entstehen, schaue ich wohlwollend über seine zahlreichen Fehler und Unzulänglichkeiten hinweg. Willkommen also bei „Zeig uns Deinen Sonnenberg“ (früher auch bekannt als „Sonnenberg schreibt“):

Quelle: Freie Presse, 08. 06. 2011, S. 10.

Jetzt fehlen doch eigentlich bloß noch FAZ und NYT! Meldet Euch mal. Meine E-Mail-Adresse steht hier rechts >>>

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